Ausbildung

Die zahlreichen Facetten der Ausbildung ehrenamtlicher Hospizhelfer in Luckenwalde

 

Im vergangenen Jahr begannen wir, 10 Frauen, bunt zusammengewürfelt was Wohnort, Alter und Beruf betrifft, unsere Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizhelfer. In dieser Zeit bearbeiteten wir unsere ganz persönliche Einstellung und Motivation für diese große Aufgabe, lernten uns kennen und uns zu vertrauen. Zahlreiche Weiterbildungsveranstaltungen haben wir mit den unterschiedlichsten Emotionen erlebt. Und heute nun möchte ich von einem ganz besonderen Abend berichten.

Unsere Koordinatorinnen luden als einen besonderen mentalen Höhepunkt Frau Dr.Baehring aus Borkwalde ein.

Wohl wissend, dass diese besondere Frau, die auf Naturheilkunde in spezieller Weise schwört und sehr fest mit beiden Beinen auf der Erde steht, uns ganz viel zum Thema Sterben berichten kann. bild1

Wir ahnten nicht, wie fesselnd und interessant dieser Abend für uns werden sollte.

Von Beginn an zog uns Frau Dr.Baehring in ihren Bann. Sie stellte sich auf sehr lockere Weise vor und bot uns, wie angekündigt, tatsächlich eine Ärztin zum Anfassen und Ausfragen.

Mit sehr großer Überzeugung brachte sie uns nahe, dass ebenso wie eine Geburt kaum ohne Schmerzen, ohne Aufregungen und Anstrengungen verläuft, sie aber in aller Komplexität der Beginn eines Lebens ist.

Dann leben wir Jeder unser ganz eigenes Leben um am Ende wieder mit entsprechender Aufregung und Unsicherheit dieses Leben aufzugeben.

Aber nicht wirklich aufzugeben, denn entsprechend dem lange bekannten Gesetz der Erhaltung aller Energien ist der Tod nur ein Übergang, eine Transformation zwischen Physis und Bewusstsein. Inspiriert von der von ihr sehr geschätzten Rosina Sonnenschmidt beschreibt sie uns das Loslassen des Körpers  als die Möglichkeit „in eine neue Perspektive, eine neue Möglichkeit des Seins zu sehen!“

Besonders bezeichnend ist dabei der Unterschied der Sichtweise auf das Sterben , wo im abendländischen  das Loslassen beinahe ausschließlich als Verlust empfunden wird, da die Materie sehr wichtig ist, Sicherheit vermittelt. Im Morgenland haben die Menschen eine völlig andere Sicht auf Leben und Tod. Belastende Materie kann abgegeben werden und hinterlässt eine Erlösung.

Sehr anschaulich beschrieb uns Frau Dr.B. den Ablauf der energetischen Prozesse im Verlauf des Sterbens.

Gleichzeitig gab sie uns durch sehr verständliche Erklärungen zahlreiche Hilfen an die Hand. Seien es Baumessenzen, Baumscheiben, Homöopathika oder auch Lichtfarben.

Jeder von uns war sehr beeindruckt und erstaunt, wie schnell 3 Stunden um sein können.

 

Vielen Dank, liebe Frau Alcantara für dieses Angebot und besonderen Dank Ihnen, liebe Frau Dr.Baehring  für dieses Wissen und diese Erfahrungen, die in uns eine Wurzel legen möchten!

Stufen

von Hermann Hesse.

bild2Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

 

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegensenden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

Petra Schubert               Bild gemalt von Johannes Dietrich  „Abschied“


 

Eine ganz besondere Ausbildung für eine ganz besondere Arbeit

Viele Menschen möchten bis zuletzt in ihrer gewohnten Umgebung bleiben und auch zu hause sterben. Wenn die Familie die Betreuung und Pflege übernimmt, kommt sie schnell an Grenzen, weil es keinen Feierabend und auch kein freies Wochenende mehr gibt. Sehr vieles ist mit Unterstützung von unterschiedlichen Diensten zu hause möglich. Hospizhelferinnen und Hospizhelfer begleiten schwerstkranke, sterbende Menschen und deren Angehörige, sei es zuhause, im Krankenhaus oder im Altenpflegeheim. Der Sterbende steht mit seinen Wünschen und Bedürfnissen im Vordergrund. …Er wird durch persönliche Zuwendung betreut wie aktives Zuhören, miteinander reden, z.B. über Vergangenes, Ängste und Sorgen, miteinander schweigen und kleinere Handreichungen. Aufgrund regelmäßiger Besuche des Sterbenden können Angehörige in ihrer Betreuung zeitweise entlastet werden. Ebenso erfahren sie ein offenes Ohr der Begleiter, erleben Unterstützung und Stärkung in ihrem Tun und haben einen Ansprechpartner für all die Fragen rund ums Sterben.

Kranke und alte Menschen haben darauf einen Rechtsanspruch, sie sind keine Bittsteller!

Seit September 2003 gibt es den Ambulanten Palliativ- und Hospizdienst in Luckenwalde.

Er bietet Hilfe und Unterstützung für Schwerstkranke, Sterbende, Trauernde und ihre Angehörigen. Dafür werden seit der Gründung des Vereins ehrenamtliche Mitarbeiter regelmäßig ausgebildet. Im letzten Jahr war die Nachfrage so groß, dass nicht alle Bewerber berücksichtigt werden konnten. Ende Mai 2016 soll nun schon der 10. Grundkurs für ehrenamtliche Hospizmitarbeiter in Luckenwalde beginnen. Besonders im Hinblick auf das stationäre Hospiz benötigen wir hier viele Helfer. Diese müssen nicht alle Gäste des Hauses begleiten. Viele andere Aufgaben, wie zum Beispiel hauswirtschaftliche Tätigkeiten, mal einen Kuchen backen oder sich um die Pflanzen kümmern warten auf Ihre Hilfe. Auch für diese ehrenamtlichen Helfer empfiehlt sich eine Hospizausbildung zu absolvieren. Etliche Bewerbungen sind schon eingegangen, aber es gibt noch einige freie Plätze. Der Grundkurs geht bis September 2016. Ein bis zwei mal im Monat wird von 16.30-19.30 Uhr erforscht, was Menschen am Lebensende brauchen, welche Bedürfnisse sie haben und wie man ihnen begegnen kann. Im Januar schließt sich dann ein Aufbaukurs an, der im Juli 2017 mit der Übergabe der Zertifikate endet.

Unser Aufgabengebiet ist aber nicht nur Luckenwalde, sondern ganz Teltow Fläming, bis hin zu den Grenzen an Berlin und Königs Wusterhausen.

Deshalb haben wir uns entschlossen auch einen Ausbildungskurs in dieser Region an zu bieten. Dieser wird wahrscheinlich im Februar2016 in Mellensee starten.

Jeder, der Interesse hat, sich eine/einem Schwerstkranken oder Sterbenden zu widmen, oder wer beruflich mit ihnen Kontakt hat und sich weiterbilden möchte, kann sich bewerben.

Informationen und Unterlagen erhalten Sie bei der Koordinatorin des Ambulanten Palliativ- und Hospizdienst Luckenwalde e.V., Monika Alcantara, Friederike Schneider in Luckenwalde, Saarstr. 1, Tel.: 03371 / 69 91 77, E-Mail: palliativ-hospiz-luk@gmx.de

Die Ausbildungsplätze werden nach der Reihenfolge der eingehenden Bewerbungen vergeben.

Anmeldebogen 11 G- Kurs 2016


Eine ganz besondere Ausbildung

 

Fast jeder Mensch möchte die letzte Lebensphase in seiner häuslichen Umgebung verbringen. Wenn die Familie die Betreuung und Pflege übernimmt, dann bedeutet dies zusätzliche 24 Stunden  an 7 Tagen in der Woche. Es gibt manche gute Hilfsangebote in unserer Region, vieles wird dadurch schon möglich gemacht, um die Wünsche der Schwerstkranken zu erfüllen. Wir müssen immer daran denken, diese kranken und alten Menschen sind keine Bittsteller sie haben einen Rechtsanspruch auf Hilfe.

Um diese Aufgabe erfüllen zu können, bilden wir ehrenamtliche Hospizmitarbeiter aus. Im Jahre 2014 fängt ein neuer Ausbildungskurs, diesmal in Jüterbog statt. Der Grundkurs umfasst 42 Stunden, ein Praktikum und ein Aufbaukurs schließen sich an. Es wird gelehrt, was Menschen am Lebensende brauchen, welche Bedürfnisse sie haben und wie man mit  ihnen, trotz gesundheitlicher Einschränkungen, Kontakt aufnehmen kann. Auch die persönliche Haltung zum Sterben und zum Tod wird besprochen.

Jeder, der Interesse hat, sich eine Zeit lang einen Schwerstkranken oder Sterbenden zu widmen, kann sich für die Ausbildung bewerben.

Die Ausbildungsplätze werden nach der Reihenfolge der eingehenden Bewerbungen und nach einem Eignungsgespräch vergeben.

 

Haben wir ihr Interesse geweckt?

 

Um noch neugieriger zu machen, ein Erlebnisbericht einer Ehrenamtlichen aus Schwedt

 

„ Meine ersten Erfahrungen als Sterbebegleiterin habe ich im Krankenhaus gesammelt. Ich erinnere mich noch, wie ich von einer Krankenschwester empfangen wurde: „Was denn, sie kommen vom Hospiz? So weit ist es doch noch gar nicht.“

Die Frau war 41 Jahre alt und hatte zwei Kinder – genau wie ich. Nur dass sie schwer an Krebs erkrankt war. Es ist gar nicht so einfach, wenn man in ein Drei-Bett-Zimmer kommt und alle hören zu. Noch dazu, da bei ich immer Leben ums Bett war. Ständig Besuch, Angehörige, Freunde, Kollegen. Alle wollten sie aufmuntern, ihr beistehen. Ich glaube heute, dass sie eine Fremde brauchte, um wirklich über ihren Zustand sprechen zu können. Bei den anderen wollte sie immer stark sein. Wir haben viel miteinander geredet. Es waren nicht immer tiefsinnige Gespräche, aber sie haben ihr und mir geholfen. Wir haben geschwiegen, wir haben geweint und wir haben auch viel zusammen gelacht.

Es hat sich über die Zeit eine enge Beziehung zwischen uns beiden entwickelt. Zum Schluss waren wir fast Freundinnen gewesen, ihr Tod war auch für mich sehr schmerhaft. Ich bi froh, dass wir in unserer Gruppe über solche Erfahrungen sprechen und uns auch gegenseitig beraten können. Wir haben regelmäßig Supervision und machen uns gegenseitig wieder fit.“

 

Lust auf eine Ausbildung bekommen? Dann melden Sie sich bitte bei der Koordinatorin

 

Frau Monika Alcantara

Ambulanter Palliativ- und Hospizdienst Luckenwalde e.V.

Saarstr. 1

14943 Luckenwalde

E-Mail: palliativ-hospiz-luk@gmx.de

 

Sie können sich auch das Anmeldeformular herunterladen und an uns senden.

Anmeldebogen 9 G- Kurs 2015

 


 

Sehr geehrte

 

Sie haben sich für eine Ausbildung zur Ehrenamtlichen Hospizhelferin interessiert.

 

Wir möchten Sie gerne zu einem Informationsabend

 

„Den letzten Weg gemeinsam gehen. Leben und Sterben begleiten.“

Ausbildung zur ehrenamtlichen Begleitung von Menschen am Lebensende“

am 19. März 2015  um 18:00 Uhr

in den Räumen der Krankenpflegeschule

Raum U3

Saarstr. 1

14943 Luckenwalde

 

einladen.

 

Noch in diesem Jahr, im April, startet ein neuer Kurs zur Ausbildung von ehrenamtlichen Hospizbegleiterinnen und -begleitern.

 

Hospizarbeit bedeutet, sich in der Begleitung Schwerkranker und Sterbender mit den Fragen nach der Grenze des Lebens auseinander zu setzen. Die direkte Konfrontation mit Tod und Trauer bietet aber auch die Chance, sich selbst und die eigenen Lebenskräfte zu entdecken.

Im Laufe des Informationsabends werden alle Fragen zur Ausbildung zum ehrenamtlichen Hospizbegleiter geklärt. Thematisiert werden die Inhalte der Ausbildung, die Aufgaben einer Hospizbegleiterin oder eines -begleiters, der zeitliche Rahmen der Ausbildung und vieles mehr.

 

Mit freundlichen Grüßen